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Hanna Zoe Trauer
Ich bin Postdoktorandin und Fellow am Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German-Jewish Literature & Cultural History an der Hebräischen Universität in Jerusalem mit einem Projekt zu Kommentar und Tradition bei Gershom Scholem. Zuvor war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 980 Episteme in Bewegung der Freien Universität Berlin. Studiert habe ich dort Judaistik und Philosophie. Meine Dissertation widmet sich Imagination, Traum und Schlaf in den hebräischen Enzyklopädien des 13. Jahrhunderts mit Fokus auf den Wissenstransfer arabischer psychologischer Konzepte („Das Wissen der Imagination. Transfer der Vorstellungskraft in den hebräischen Enzyklopädien des 13. Jahrhunderts“). Meine Forschungsschwerpunkte im Kontext der mittelalterlichen Philosophie und Wissensgeschichte sind die arabisch-hebräische Übersetzungsbewegung und die Wissensgeschichte psychologischer Theorien (bspw. zu Imagination und Intuition); darüber hinaus interessiere ich mich für psychoanalytische Theorien und Kritische Theorie im 20. Jahrhundert. Im Rahmen des Netzwerks gilt mein Interesse den Beschreibungen und Theoretisierungen des Phänomens Schlafwandel (und verwandter Phänomene) und deren Diskussion in der jüdischen Philosophie; sowie dem Verhältnis dieser vormodernen Betrachtungsweisen zu nachmodernen (bspw. psychoanalytischen) Ansätzen. Dabei sollen durch Zusammenschau unterschiedlicher Debattenkontexte (Physiologie/Medizin, Psychologie, Theologie) die Aushandlungen über Grenzbereiche der Subjektivität (Autonomie und Willensfreiheit) fokussiert werden. Homepage: https://www.sfb-episteme.de/teilprojekte/zeigen/B08/projektteam/mitarbeitende/trauer/index.html. |